Embryologie

Embryologie modellieren

Entschlüsselung des menschlichen Genoms, Stammzellenforschung, Frühdiagnostik, Embryoselektion, Gen-therapie, therapeutisches und reproduktives Klonen…
Die Ergebnisse und Errungenschaften der neueren und neuesten biologischen Forschung stellen uns Menschen vor die allergrösste Herausforderung:
Mit der Fähigkeit, in die menschliche Keimesentwicklung steuernd einzugreifen, sind Fragen aufgeworfen, denen wir uns erkenntnismässig und moralisch noch nicht gewachsen fühlen.

Das betrifft die Menschengemeinschaft als Ganzes, es betrifft jeden Einzelnen. Es betrifft insbesondere den Lehrer, der Urteilsgrundlagen vermitteln soll und den Jugendlichen, der eine innere Haltung zu den Dingen sucht.

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Das Modellieren embryonaler Gestaltungsvorgänge ist ein unvergessliches, tiefgreifendes Erlebnis. Es hat einen Vergangenheits-, einen Gegenwarts- und einen Zukunftsaspekt. Manche Menschen erleben staunend die Stadien ihrer eigenen Menschwerdung. Andere entdecken auf eine ganz neue Art den wunderbaren Bau und die Funktionen des eigenen Körpers. Für wieder andere ist es verbunden mit einer ahnenden Suche nach einer zukünftigen Lebensgestaltung, in der auch Vater- und Mutterschaft einmal zur Aufgabe werden kann. Für alle rückt das embryonale Geschehen, obwohl es mit naturwissenschaftlicher Exaktheit angeschaut wird,  wieder in die Sphäre des Wunderbaren. Das werdende Leben bekommt Beachtung und Würde. Jene Würde, die abhanden geht, wo die Möglichkeit von Schwangerschaft lediglich als unliebsames Nebenprodukt geschlechtlicher Begegnung angeschaut wird.
So vermag das Modellieren embryologischer Vorgänge Erlebnisse zu vermitteln, die als Urteilsgrundlage bei allfälligen Abtreibungsfragen helfen können. Hier könnte eine bedeutende volkspädagogische Aufgabe liegen. 

Embryologie im Unterricht

Aus den genannten Gründen würde es grosse Bedeutung haben, an unseren Schulen das Modellieren von embryologischen Vorgängen in den  Biologieunterricht einzubeziehen.
Die Rudolf Steiner Schulen haben in der 11. Klasse eine Epoche, während der sich der Unterricht mit der Zellehre und der Embryologie beschäftigt. In diesem Zusammenhang ist im Jahr 1993 an der Rudolf Steiner Schule Basel das Projekt „Embryologie modellieren“ entstanden. Die Erfahrungen der wachsenden Arbeit wurden dokumentiert und in Ausstellungen, Aufsätzen und Broschüren publiziert.

Publikationen, Kurse, Unterrichtsmittel

Ikarus hat sich zur Aufgabe gesetzt, den Impuls, Embryologie zu modellieren, zu verbreiten und durch Publikationen, Workshops und Unterrichtsmittel zu unterstützen.

Kurse

Die Arbeit wurde durch Kurse in der Schweiz, in Deutschland, Finnland, Russland, USA vielen Menschen bekanntgemacht.
Es werden in Basel jährlich mehrere Kurse angeboten, in denen man sie kennenlernen kann.

Grundkurs: die Stadien der Keimesentwicklung in den ersten 4 Wochen  
Aufbaukurs: die Embryologie der Organe; Kreislauf, Herz, Sinnesorgane

Die Kurse sind voraussetzungslos uns richten sich an jeden interessierten Menschen! Da sie eine goetheanistische Methode verfolgen und das Gespräch zwischen naturwissenschaftlichen und künstlerischen Anschauungen suchen, richten sich besonders auch an Mediziner, Therapeuten, Biologen, Biologielehrer und Künstler. Eine besondere Wertschätzung haben sie innerhalb der Ausbildung von Craniosakraltherapeuten erfahren.

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Publikationen

Eine Broschüre mit der Beschreibung des Übungsweges liegt in deutscher und englischer Sprache vor.
Eine Übersetzung des Textes ins Spanische kann einer Bestellung beigelegt werden.

 
Christian Breme:
Plastisch erarbeitete Embryologie
Übungsanleitung
AAP-Verlag  

Christian Breme
Embryologie
Experienced through modeling in clay
A path of exercises in 5 stages
AAP-Verlag

 

Modelle:

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Die vorliegenden Modelle geben Stadien der menschlichen Embryonalentwicklung wieder.
Sie zeigen den Keim am 14., am 17. und am 30. Tag nach der Konzeption.
In der Zusammenschau deuten sie auf die wohl dramatischsten „Augenblicke“ der menschlichen Entwicklung im Mutterleib: die grossen Umwälzungen der
3. Woche und das plötzliche Erscheinen der menschlichen Gestalt.

Diese Modelle sind an vielen Orten angeschaut, gezeichnet, nachmodelliert worden. Im Biologieunterricht, im Religionsunterricht, im Kunstunterricht, in vielen Erwachsenenkursen. Eine besondere Aufgabe kam ihnen im Ethik- und im Sexualkundeunterricht zu.
Manchmal wurde der gemeinsame Blick nur für wenige Augenblicke auf sie gelenkt. Der Gedankenaustausch hatte immer eine tiefe und - wie in Rückblicken berichtet wird - nachhaltige Wirkung.

Auch in einer Zeit, wo Darstellungen  der naturwissenschaftlichen Embryonalforschung in den Druck- und Filmmedien weit verbreitet sind,
vermögen diese plastischen Darstellungen Menschen in Erstaunen zu versetzen und zu beeindrucken. Ein rätselhaftes Phänomen.

Für den Unterricht stellen sie ein wichtiges Instrument dar.
Eine Ergänzung und Steigerung der Wirkung kann durch das modellierende Nachvollziehen der Gestaltungsvorgänge erreicht werden.
Ein entsprechender methodischer Weg liegt in der Publikation  „plastisch erarbeitete Embryologie“ vor.

Technische Hinweise
Die vorliegenden Modelle sind in einem anspruchsvollen Keramikgussverfahren hergestellt. Sie sind dünnwandig und hoch gebrannt. (1100° C) Sie sind auf einem Holzfuss montiert und werden mit einem Begleitheft geliefert, das die jeweiligen Situationen detailliert beschreibt und die Verwendung der Modelle im Biologie- Kunst-, Ethik-, Religionsunterricht schildert.

Preis: CHF 200.- / 200.-  / 270.- (Ganze Serie: CHF 630.- Sie sparen CHF 40.-)